Mehr Übersicht mit unterschiedlichsten Etiketten für jeden Anforderungsbereich

Von | 15. Februar 2017

Etikettierung ist ein Prozess, der schon sehr lange im menschlichen Handeln verankert ist: Es wird katalogisiert, Inventarisiert, ausgezeichnet und markiert. Allein schon im Sinne der Umweltverträglichkeit war es notwendig, Behälter nicht mehr nur mit einem wasserfesten Stift zu beschriften, sondern die Behälter wiederverwendbar zu machen. Etiketten waren die logische Konsequenz und sind schon seit rund 200 Jahren der Standard in europäischen Haushalten.

Lediglich die Art und Form, wie Etiketten hergestellt, geklebt und beschriftet werden, hat sich im Lauf der Jahrzehnte deutlich verändert. Klebte man früher Etiketten aus einfachem Papier mittels Milch- oder Eiweißanstrich auf Einmachgläser, ist die Verwendung heute weitaus vielschichtiger und zeitgemäßer. Moderne Etiketten lassen sich in mehrere Anwendungskategorien unterteilen, die wie folgt aussehen können:

  • Inventaretiketten
  • Versandaufkleber
  • Gebotszeichen / Verbotszeichen in Etikettenform
  • Ordnerrücken
  • Briefmarken

Briefmarken gehören natürlich nicht zu den klassischen Etiketten an sich, sondern entsprechen in ihrer grundlegenden Funktion und Handhabung der von Etiketten. Den breitesten Anwendungsbereich finden diese nützlichen Helfer im Inventarisierungsbereich. Dort werden sie auf verschiedene Arten eingesetzt und sorgen für schnelle Auffindbarkeit und Ordnung im Allgemeinen.

Inventaretiketten und ihre speziellen Einsatzbereiche

Aufgrund der großen Anzahl unterschiedlicher Einsatzmöglichkeiten werden Inventaretiketten häufig bereits mit Vordrucken versehen, bevor sie in den Versand gehen. Welcher Art die Vordrucke sind, hängt allein vom Besteller ab, der die Etiketten seinen persönlichen Bedürfnissen entsprechend ordert. Zur besseren Übersicht werden nachfolgend die am häufigsten genutzten Inventaretiketten näher beschrieben, um die richtige Auswahl nach ökonomischen Gesichtspunkten treffen zu können, wenn eine Bestellung derselben ins Haus steht.

Inventaretiketten zur ausschließlichen Selbstbeschriftung

Häufig in Form von beschreibbarem Papier ausgeliefert werden Inventaretiketten zur Selbstbeschriftung auch häufig in Form einer selbstklebenden Folie hergestellt, die mittels Folienschreiber beschriftet werden kann. Als Gütekriterium für Etiketten aus Folie kann man die Resistenz gegenüber Feuchtigkeit und Chemikalien heranziehen – hochwertige Etiketten bringen eine gewisse, wenn auch nicht unbegrenzte, Resistenz gegen handelsübliche Chemikalien mit, sodass auch bei Reinigungsarbeiten mit scharfem Putzmittel die Etiketten ihre Eigenschaften nicht einbüßen.

Inventaretiketten mit Aufdruck und beschreibbarer Freifläche

Speziell für kategorisierbare Warenangebote bieten sich Inventaretiketten an, die bereits mit einem Aufdruck versehen sind. Das kann ein Barcode oder auch ein Kategoriebegriff bzw. eine Sortiernummer sein. Zusätzlich zum bereits vorhandenen Aufdruck verfügen diese Etiketten noch über ein freies Feld, auf dem mit einem Folienschreiber eine zusätzliche Eingrenzung innerhalb der jeweiligen Kategorie möglich ist.

Inventaretiketten mit Nummern- und Barcodeaufdruck

Einige Anwendungsbereiche machen es sinnvoll, wenn die Etiketten bereits mit einem vorher festzulegenden Nummernkreis und/oder einem Barcode bedruckt werden. Damit entfällt, bei statischer Verwendung, die mühsame ergänzende Beschriftung von Hand. Da der Nummernkreis vom Besteller geliefert wird, werden kaum Grenzen in der Umsetzungsfähigkeit gesetzt.

Zu Beachten bei Inventaretiketten mit Barcodeaufdruck

Je nach Anforderungen können Inventaretiketten mit Barcodeaufdruck mit verschiedenen Codeformaten bedruckt werden, bevor sie ausgeliefert werden. Am häufigsten werden folgende Codeformen eingesetzt:

  • Code 39
  • Code 2/5 Intl.
  • Code 128c

Zusätzliche Maßnahmen zur Warensicherung über Sicherheitsetiketten

Bei Inventaretiketten gibt es eine zusätzliche Sicherheitsbarriere, die für diverse Langfinger und Trickbetrüger eine echte Hürde darstellen. Dem Bargeld nicht unähnlich werden alle Etiketten mit einem Sicherheitskleber bestückt, der bei einer intakten Etikette nicht sichtbar ist. Erst dann, wenn man versucht, die Etikette vom Untergrund zu lösen, erscheint ein definierter Schriftzug, der das Produkt entwertet. Andere Sicherungsmaßnahmen sind in diesem Segment identisch, bieten allerdings eine Auswahl verschiedener Zeichen und/oder Symboliken oder sogar Muster, die deutlich auffälliger sind und auch vom Personal sehr schnell als ungültig erkannt werden können.

Versandetiketten – robust, leicht anzubringen und schwer wieder zu lösen

Die große Vielfalt der verschiedenen Möglichkeiten kann Entscheider schnell erschlagen, wenn die zum Unternehmen passende Etikettierung ausgesucht wird. Unabhängig von Motiven, Schriftzügen oder anderen Informationen, die auf die Etiketten aufgedruckt werden, sind in erster Linie die technischen Spezifikationen eine maßgebliche Variante, an der man sich orientieren muss. Der wichtigste Aspekt ist die Klebeleistung. Entsprechend der natürlichen Witterungseinflüsse der jeweiligen Jahreszeit sollte die Verarbeitung und Haftleistung des Klebers zwischen -20°C bis 80°C problemfrei möglich sein.

Farbgebung und Symbolik von Versandetiketten

Je nach Art der Waren, die über den Postweg versendet werden ist es sinnvoll und zweckmäßig, die Verpackung mit entsprechenden Hinweisen zu kennzeichnen, damit der Paketdienst / die Spedition mit der notwendigen Sorgfalt und Vorsicht zu Werke geht. Von „Vorsicht: Glas“ über „Diese Seite nach oben“ bis hin zu „handle with care“ sind alle möglichen Informationen denkbar. Werden derartige Etiketten aus einer Druckerei bezogen, sind meist auch verschiedene Sprachen ohne Schwierigkeiten umsetzbar. Zu guter Letzt bleibt noch die Farbwahl, die vor allem in Signalfarben besonders auffällig wirkt.

Etiketten mit Symbolen / auffälliger Farbgebung

In beinahe allen Bereichen des täglichen Arbeitslebens findet man sie: Verbots-, Gebots- und Warnzeichen in Form von Aufklebern. Streng genommen handelt es sich dabei aber ebenfalls um Etiketten, die je nach Betrieb an verschiedenen Stellen per Vorschrift vorhanden sein müssen. Alle drei genannten Zeichen haben eine eigene Definition, nach der sich die Inhalte richten müssen.

Gebotszeichen

Bei Gebotszeichen handelt es sich um Zeichen, die nach der Deutschen Industrie Norm (kurz: DIN) 4844 ein zur jeweiligen Situation passendes Verhalten vorschreiben. Hintergrund für die Verhaltensvorschrift sind sowohl die Gewährleistung von Sicherheit als auch die Unfallverhütung. Eingesetzt werden derartige Gebotszeichen beispielsweise in betrieblichen Bereichen, in denen eine bestimmte Form der Schutzkleidung bzw. Schutzausrüstung zwingend erforderlich ist. Erkennbar sind Gebotszeichen an ihrer kreisrunden Form, deren farbliche Ausgestaltung blau ist. Das eigentliche Gebot wird als Symbol in weißer Farbe gezeigt.

Verbotszeichen

Den genauen Gegensatz zu den Gebotszeichen stellen die Verbotszeichen dar, die bestimmte Verhaltensweisen explizit verbieten. Auch die Form, Symbolik und Farbgebung dieser Zeichen wird in der DIN 4844 – 2 genau geregelt. Hintergrund ist das Verbot bestimmter Handlungen zum Zwecke der Unfallvermeidung. Erkennbar sind sie an ihrer kreisrunden Form, der einen weißen Hintergrund als Füllfarbe beinhaltet. Ein roter Kreis und eine rote Linie quer durch das Etikett sind typische Charakteristika dieser Zeichen. Zur Eingrenzung des Handlungsverbots wird ein in schwarzer Farbe ausgestaltetes Symbol verwendet. Als Beispiel kann hier eine brennende Zigarette genannt werden, die das Rauchen, beispielsweise am Zapfsäulenbereich einer Tankstelle, untersagt.

Warnzeichen

Warnzeichen in Form von Aufklebern werden überall dort platziert, wo von einer dauerhaften Gefährdungslage ausgegangen werden muss. Auch die Ausgestaltung dieser Zeichen ist nach DIN 4844 genau geregelt. Warnzeichen erkennt man an seiner geometrischen Form (gleichseitiges Dreieck), seiner schwarzen Umrandung, der gelben Hintergrundfüllfarbe und dem in schwarz gehaltenen Symbol.

Einzelstücke und geringe Stückzahlen

Werden Etiketten nur in sehr geringen Stückzahlen benötigt, lohnt sich die Bestellung bei einer entsprechend dafür ausgerüsteten Druckerei in der Regel nicht. Eine Möglichkeit, dennoch an Etiketten aller Arten und Formen zu gelangen ist, sie über einen eigenen Etikettendrucker selbst herzustellen.

 

Links:

Blog rund um das Thema Etiketten:
http://www.ident24.de/blog/

Wiki zum Thema Etiketten:
http://www.etikettenwissen.de/wiki/Hauptseite

 

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